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Design

Webdesign ist ein kreativer Prozess, der Zeit braucht und aus verschiedenen Phasen besteht (Analyse, Konzeption, Entwurf, Präsentation). Es geht darum, Information sinnvoll zu strukturieren, sodass ein Benutzer das Gewünschte möglichst rasch finden kann. Die grafische Gestaltung ist zwar wichtig, ist aber letztlich nur ein kleiner Teil dieses Prozesses.

Inhalt bestimmt Form

Der Inhalt ist das Wichtigste einer Website und steht bereits am Anfang des Designprozesses. Die Information und die Funktion der Website bestimmen die Form. Layout, Farben und Einteilung richten sich also nach dem Inhalt, nicht etwa umgekehrt.

Soweit Gestaltungsrichtlinien und Corporate Design des Auftraggebers zulassen, richten sich die meisten Webdesigner nach diesem Grundsatz. Der zweite Grundsatz allerdings wird oft mehr unbewusst verfolgt.

Das Medium bestimmt den Inhalt

„Das Medium ist die Botschaft“ — Marshall McLuhan

Von Herbert Marshall McLuhan mag man denken, was man will, und seine Medientheorie enthält wirklich einige Unzulänglichkeiten, aber er war einer der Ersten, die erkannt haben, wie sehr das gewählte Medium die Botschaft bestimmt. Von ihm stammt übrigens auch der Ausdruck “Globales Dorf”, den er bereits 1962 in “The Gutenberg Galaxy” geprägt hat. Ausserdem hat tatsächlich jedes neue Medium die Gesellschaft nachhaltig verändert, das Buch ebenso wie TV, Handy und natürlich das World Wide Web.

In diesem Zusammenhang interessiert uns hier natürlich nur das WWW, eines der jüngsten Medien, das sich zudem ständig weiterentwickelt. Dennoch haben sich längst eigene Gesetzmässigkeiten für die Vermittlung von Information herauskristallisiert. So sollten Texte eher kurz sein (siehe Texte Internet). Längere Artikel wie dieser sind zwar möglich, doch im Grunde genommen ist dieses Thema Stoff für ganze Bücher. Trotzdem kann es an dieser Stelle nicht vollständig behandelt, sondern nur gestreift werden. Der Inhalt wird reduziert, ein Teil der Information muss weggelassen werden. Das gilt nicht nur für Texte, sondern auch für Filme, weshalb Internet-TV nur dann erfolgreich sein kann, wenn es mit einem herkömmlichen Fernsehgerät verbunden ist. Filme auf einer Website hingegen sollten eher kurz sein, dem Medium angemessen.

Vermutlich der grösste Vorzug des Internets ist die mögliche Interaktion. Der Besucher einer Website wählt aus dem Angebot aus, schaut sich nur das näher an, was ihn oder sie tatsächlich interessiert. Das ist auch ein Grund, weshalb die Meisten es gar nicht mögen, wenn sich eine Animation von selbst abspielt. Beim ersten Besuch der Site wird das vielleicht noch toleriert, beim zweiten oder dritten ärgert sich der Besucher.

Deshalb ist es wichtig, Inhalte wirklich internetgerecht aufzubereiten und ihnen die grafische Gestaltung unterzuordnen.