Obschon “Corporate Identity” (Unternehmensidentität) erst in den letzten Jahren zum Modebegriff geworden ist, werden die dahinter stehenden Prinzipien von vielen Firmen seit Langem befolgt.
Corporate Identity bezeichnet das Selbstbild eines Unternehmens, das Selbstverständnis, die Art, wie es wahrgenommen werden will im Gegensatz zum Corporate Image, dem Bild, das Aussenstehende haben, und das durch die konsequent umgesetzte Corporate Identity beeinflusst werden soll. Idealerweise verschmelzen Corporate Identity und Corporate Image; solche Unternehmen geniessen Vertrauen, sind glaubwürdig und können ihr Image vorsichtig sich verändernden Begebenheiten anpassen, ohne dass es Schaden leidet. Natürlich bezieht sich die Theorie dazu hauptsächlich auf grössere Unternehmen, die überhaupt in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Aber gerade auch für Kleinfirmen oder Neugründungen lohnt es sich, gezielt an der Corporate Identity zu arbeiten und dieses Selbstverständnis zu vermitteln. Besonders dafür geeignet ist natürlich die Firmenwebsite, gleichgültig, ob es sich um einen internationalen Konzern oder eine Einzelfirma handelt. Hier haben wir die Möglichkeit, uns der Öffentlichkeit vorzustellen, ihr Unternehmensgrundsätze, Firmenphilosphie und unsere Werte zu vermitteln. Dazu gehört aber auch, dass Qualität und Preisniveau gleich bleibend sind und nichts versprochen wird, was nicht eingehalten werden kann (Corporate Behaviour).
Die Corporate Identity ist unterteilt in verschiedene Bereiche, deren wichtigste Corporate Design (Erscheinungsbild), Corporate Communications (Kommunikation) und Corporate Behaviour (Verhalten) sind. Ebenfalls teil der CI sind Corporate Philosophy (Firmenphilosophie) und Corporate Culture (Unternehmenskultur).
Corporate Identity und Corporate Design werden fälschlicherweise oft miteinander gleichgesetzt. Corporate Design legt das äussere Erscheinungsbild eines Unternehmens fest und beinhaltet alle grafischen Elemente wie Logo, Typografie, Piktogramme und Farbe. In manchen Fällen bestimmt das CD auch die Architektur des Firmensitzes, Sound, Gerüche oder Kleidung. Je nach Grösse eines Unternehmens gibt es zum CD mehr oder minder umfangreiche Gestaltungsrichtlinien und Styleguides, die aber so weit variiert werden müssen, dass keine allzu grosse Uniformität und damit Langeweile entsteht.
Im Webdesign können zwei der wichtigsten Elemente nur teilweise umgesetzt werden: Typografie und Farbe (siehe die jeweiligen Artikel).
CC beinhaltet jegliche Kommunikation eines Unternehmens, sowohl nach innen als auch nach aussen, schriftlich wie mündlich. Dazu gehören sämtliche Werbemassnahmen wie PR, Merchandising und Sponsoring oder Kundenzeitungen, aber auch Offerten, Preislisten und interne Memos. Eigene Sprachregelungen finden Anwendung, konsequent gleiche Rechtschreibung, Stilvorgaben. Wichtig ist aber auch, wie kommuniziert wird, mit welchen Mitteln, der gezielte Einsatz von Kleidung und Firmenfahrzeugen.
Corporate Behaviour besteht zum einen aus Verhaltensregeln für alle Mitglieder
eines Unternehmens gegenüber Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern, Besuchern,
Investoren usw. Es umfasst aber auch Preispolitik, Investitionen, Qualitätsrichtlinien
und Informationspolitik. Jedenfalls in Europa sollte jedoch Mitarbeitern
ein gewisser individueller Spielraum gelassen werden, damit nicht
etwa ein roboterhafter Eindruck entsteht.
Die einzelnen Bereiche der Corporate Identity lassen sich nicht immer
voneinander abgrenzen, zumal sie ineinandergreifen müssen, um erfolgreich
zu sein.
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