Logo FZ Solutions F. Zimmermann

Luzernstrasse 224

3078 Richigen

Tel. 079 237 38 73

mail@fzsolutions.ch

Browser

Ein “Browser” ist ein Programm, mit dem Sie Webseiten betrachten (von engl. “to browse” — “durchblättern”). Überspitzt gesagt sind die Programmierer dieser Browser die natürlichen Feinde der Webdesigner.

Ergebnis Acid Test Fireforx 2.0
Second Acid Test mit Firefox 2.0 (Teil abgeschnitten). Immerhin, der Smiley lässt sich erahnen.

Probleme gibt es beispielsweise mit CSS, der Formatierungssprache, in der heutzutage das Aussehen einer Website festgelegt wird (Inhalt und Form sind weitgehend getrennt). Das W3C, ein internationales Konsortium, dem unter anderem CERN angehört, legt dafür einen klar definierten Standard fest, der Umfang und Wirkung der einzelnen Befehle beschreibt. Die Schwierigkeit dabei ist, dass Browser Fehler enthalten oder Entwickler teilweise eigene Wege gehen. Wie gut sich Ihr Browser an diese Standards hält, können Sie mit dem Second Acid Test feststellen. Die meisten Programme versagen kläglich.

Sehr standardkonform sind Firefox 3.0 und Apples Safari, der seit Kurzem auch kostenlos für Windows erhältlich ist. Safari ist ausserdem sehr schnell, verhältnismässig sicher und sehr leicht zu bedienen. Für meinen Geschmack erlaubt er zu wenige Einstellungsmöglichkeiten, stellt aber dennoch eine sehr gute Alternative zu den anderen Programmen dar.

Am meisten Probleme hingegen verursacht Microsofts Internet Explorer, der auch in der neusten Version teilweise eigene Wege geht und einige CSS-Befehle ignoriert, die eigentlich zu den Standards gehören würden. Zum Ausgleich dafür lassen sich alle Versionen sehr leicht über Browserweichen und sogenannte Hacks ansprechen, weshalb es eigentlich keine Schwierigkeiten bereiten sollte, Darstellungsprobleme im IE zu vermeiden. Der Mehraufwand ist meist nicht sonderlich hoch und vor allem unverzichtbar. Leider sind manche Webdesigner inzwischen dazu übergegangen, Techniken zu nutzen, die IE nicht unterstützt, ohne eine optisch und funktional gleichwertige Alternative bereitzustellen (beispielsweise im Zusammenhang mit transparenten PNGs). Doch über 75 % aller Internetnutzer verwenden derzeit Microsofts Internet Explorer in den Versionen 6 oder 7. Daran wird sich in absehbarer Zeit nichts Wesentliches ändern, auch wenn immer wieder betont wird, wie unsicher der IE sei. Ganz so schlimm ist das nun auch wieder nicht, solange man regelmässig updatet, gute Antivirensoftware einsetzt und generell ein wenig darauf achtet, welche Seiten man eigentlich besucht. Auf jeden Fall sollte Internet Explorer im Design besonders berücksichtigt werden. Valider Code ist auf jeden Fall nicht genug, weshalb Websites jeweils in allen wichtigen Browsern getestet werden sollten.

Den ersten Browser namens WorldWideWeb programmierte Timothy Berners-Lee am CERN 1990. Er entwickelte auch das Konzept des WWW mit Hyperlinks, den ersten Webserver und natürlich die erste Website, auf der er seine Ideen und die dazugehörige Technik der Weltöffentlichkeit vorstellte. Durch seinen Verzicht auf Patente ermöglichte er das rasche, freie und etwas chaotische Wachstum des WWW, das ursprünglich eigentlich nur für die weltweite Vernetzung wissenschaftlicher Informationen gedacht war (mittlerweile rund 1'120'000 registrierte Domain-Namen in der Schweiz, Stand Ende März 2008). Berners-Lee ist Gründer und Vorsitzender des W3C.

WorldWideWeb, zur besseren Unterscheidung bald in “Nexus” umbenannt, war natürlich ein reiner Text-Browser (und Editor) wie auch die ersten Nachfolger. Mit Mosaic erschien Ende 1993 der erste Browser, der Bilder auf einer Seite darstellen konnte. Unterdessen ist das WWW in unglaublicher Geschwindigkeit gewachsen und hat unsere ganze Gesellschaft einschliesslich der Wirtschaft nachhaltig verändert. Auf einen Ausblick in die Zukunft verzichte ich, da dies den Rahmen des Themas “Browser” sprengen würde. Nur CSS 3.0 sei noch kurz erwähnt, die in Entwicklung begriffene nächste Version von CSS. Wirklich wichtig wird sie jedoch erst in ein paar Jahren, wenn die derzeitigen Browser keine grosse Rolle mehr spielen werden.